Stefan Brijs – Taxi Curacao

Halli Hallo zu einer neuen Rezension.
Das Buch Taxi Curacao wurde mir freundlicherweise vom btb-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und da ich das Cover so unglaublich schön fand, musste ich es direkt in 2017 lesen.

9783641197254_coverDie Aufmachung des Buches hat mich total an Kuba erinnert und ich dachte zunächst auch die ganze Zeit, dass die Handlung auf Kuba stattfinden wird. Und das mir.. wo ich Erdkunde als Leistungskurs im Abi hatte… schlimm… Deshalb habe ich gerade noch mal auf der Weltbekannten Landkarte im Netz geschaut um euch das genau zu sagen. Curacao gehört zu den niederländischen Antillen und liegt ein wenig nördlich von Venezuela, mitten in der Karibik. Muss also wahnsinnig schön dort sein. Vermutlich auch wärmer als hier, was mich noch mehr dazu bewogen hat das Buch gleich zu lesen, um dem Winterwetter zu entfliehen.

Das Buch wird von einem Mönch erzählt, der die Familie Tromp über mehrere Generationen begleitet. Zunächst ist er „nur“ der Lehrer von Max, dem Sohn von Roy. Max ist sehr intelligent und so versucht Bruder Daniel ihn weiter zu motivieren, sodass er nicht – wie von seinem Vater geplant – das Taxi Business einmal übernehmen soll. Roy ist ein sehr stolzer Mann, dem kaum etwas wichtiger ist als sein Ruf. Als ihn jedoch eine Krankheit ans Bett fesselt, sieht er sich gezwungen, Max seinen Dogde Mataor zu übergeben. So wird im Buch dann die Geschichte von Max weiter erzählt, immer verwoben mit der Geschichte Curacaos und den Auswirkungen der politischen Lage.

Meine Meinung:

Das Cover lädt sehr zum Lesen des Buches ein. Schön ist, dass das Auto, welches eine zentrale Rolle in dem Buch spielt, ebenfalls auf dem Cover zu finden ist.
Es fällt mir etwas schwer, das Buch zu klassifizieren, da es kein historischer Roman im eigentlichen Sinne ist, denn das Buch beginnt in den 1960er Jahren und geht bis 2001. Daher fällt mir auch die Bewertung schwerer. Ich finde die Geschichte der Männer der Familie Tromp wirklich spannend und es ist ebenso interessant, die politische Geschichte der Insel zu verfolgen, aber ich glaube einfach, dass man die Aufmachung etwas anders hätte gestalten können. Häufig habe ich mich beim Lesen nicht „abgeholt“ gefühlt, weil die Erzählung von einem Außenstehenden – dem Mönch – übernommen wird. Sicher, er ist ein Vertrauter aller Familienmitglieder, aber man kann einfach  nicht so sehr in Kopf und Herz der Protagonisten gucken, als wenn sie selbst „zu Wort kommen“.
Dennoch ist die Geschichte sehr solide und meiner Meinung nach auch gut recherchiert. Sie lässt sich, bis auf wenige Aussetzer, gut lesen und verstehen. Schön finde ich, dass immer wieder die Landessprache ein wenig mit einfließt, um das Flair der Insel zu verdeutlichen.
Da ich jedoch mit der Erzählweise doch ein paar Problemchen hatte, gebe ich dem Buch gut 3,5 Sterne. Man kann es sehr gut zwischendurch lesen, da es nicht so schwere Kost, aber dennoch sehr interessant ist.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s