Ulrike Schweikert – Die Astrologin

Die Geschichte einer starken Frau

Nachdem Sibylla die Schrecken der Hexenverfolgung hinter sich gelassen hat, lebt sie mit Ihrem Mann Peter und der gemeinsamen Tochter Helena wieder in Leonberg. Hier darf sie ihrem Beruf als Hebamme nachgehen und kann in relativem Frieden leben.
Doch das Glück der drei hält nicht lange an. Die Vorbereitungen des Dreißigjährigen Krieges treffen sie mit voller Wucht. So wird Helena von Plünderern entführt. Auch für Peter kommt jede Hilfe zu spät und so gibt es für Sibylla nur noch eins: sie muss ihre Tochter finden. Also zieht sie mit ihren letzten Ersparnissen und einem guten Rat des Astrologen Kepler los. Doch schon nach kurzer Zeit trifft sie erneut auf Ausläufer der Kriegsvorbereitung, doch Wallenstein kommt ihr zur Hilfe und nimmt sie kurzerhand in seinen Reihen als Astrologin auf, denn Sibylla ist mit der Gabe des zweiten Gesichts gesegnet. Durch das Buch dürfen wir sie durch die Höhen und Tiefen ihrer Reise quer durch das Deutsche Reich begleiten und mitfiebern, ob Mutter und Tochter wieder zueinander finden.

Meine Meinung:

Lange musste ich auf ein neues Schweikert-Buch warten. Natürlich hatte ich „Die Astrologin“ schon lange vorbestellt und auf den Erscheinungstermin hingefiebert. Da ich von den Büchern der „Caminata“-Reihe nicht überzeugt war, habe ich mich umso mehr gefreut, dass hier wieder ein „richtiger“ historischer Roman erscheint. Und was soll ich sagen? Ulrike Schweikert kann einfach historisch! 🙂 Wir werden in die Welt des Krieges katapultiert, erleben Höhen und Tiefen der Hauptfigur und das alles liest sich, als würde man auf Sibyllas Schulter sitzen und könnte live zusehen, wie ringsum Männer von den Pferden geschossen werden.
Besonder schön finde ich, dass in den Büchern von Frau Schweikert die Firguren in allen Facetten ausgearbeitet werden. Man lernt sie richtig kennen, bekommt einen Eindruck von ihrem Charakter und erfährt, in welchen Beziehungen sie zu anderen Menschen stehen.
Ein kleines Manko sehe ich an dem Buch, denn trotzdem die Handlung oft den Krieg betrifft, schreibt Sibylla fleißig Briefe an ihre Tochter, in der Hoffnung sie ihr eines Tages überreichen zu können. Im mittleren Teil des Buches werden das ziemlich lange und häufige Briefe, sodass die Kapitel nahezu den gleichen Ablauf haben mit wenig Handlung und langem Brief. Ich habe lange mit mir gerungen, aber ich finde, dass das nicht ausreicht, um einen Stern abzuziehen. Maximal einen halben. Denn das Buch ist ansonsten einfach fesselnd und unbedingt zu empfehlen.

Daher gebe ich hier eindeutig 5 Sterne!

Das Buch „Die Hexe und die Heilige“ ist diesem Buch vorgelagert, aber ich persönlich finde, dass man die Geschichte auch verfolgen kann, wenn man das erste Buch nicht gelesen hat.

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